Kulinarik im Hotel Pradat

Wenn ladinische Tradition auf italienische Lebensfreude trifft

Im Hotel Pradat beginnt Genuss früh – und hört erst am Abend auf.

Beim Abendessen, der „Cëna“, stehen Spezialitäten aus Alta Badia auf dem Tisch: bales (Knödel)  verschiedener Varianten, cajincí da erba (Spinatravioli) oder die herzhafte Gerstensuppe panicia. Die ladinische Küche ist einfach, ehrlich und bodenständig. Früher entstand sie aus dem, was Bauernhöfe und Gärten hergaben. Heute lebt sie weiter – manchmal traditionell, manchmal neu interpretiert. Und genau diese Mischung macht sie so spannend!

Neben den Klassikern zaubert der Küchenchef auch italienische Köstlichkeiten. Dann trifft Dorfküche auf mediterrane Leichtigkeit. Und während ich die helle Atmosphäre des Speisesaals genieße, servieren Paulina und Christina auch kleine Anekdoten zu den Zutaten und Rezepten meiner neuen Lieblingsgerichte.

Ladinisch für Genussmenschen

Ich habe gelernt, dass die ladinische Küche eine einfache Küche ist, aber wie sagt man so schön: in der Einfachheit liegt die Kraft. Die regionale Küche von Alta Badia steht zwar für Tradition, Bodenständigkeit und Authentizität, aber eben auch für Innovation und Weltoffenheit. Ich würde es mal so nennen: Dorfidylle trifft auf große weite Welt.

Früher mussten die Hausfrauen mit wenigen Zutaten auskommen und daraus köstliche Speisen zubereiten. Heute gibt es diese traditionelle Bauernküche immer noch (was ich erstaunlich finde), sie wird aber zum Teil etwas moderner interpretiert. So oder so: bei „tutres“ (gebackene salzige Krapfen mit Spinat-Ricottafüllung), Spätzle mit heimischem Wild, „bales“ (Knödel) kann ich nie Nein sagen, die sind einfach zu gut!